18.6. - 21.6.26 INDIAN RIDERS FEST in Lipno / Tschechien

Am 18.6. sollte es dann los gehen in Richtung Lipno / Tschechien. Erfreut über die berechnete Route, die uns angenehme 530 km bereit hielt, fuhren wir erstmal zum Indian-Händler (Stärker-Profil GmbH) nach Kerspleben um die anderen Mitfahrer zu treffen. Das richtig positive war, dass Stefans Frau und meine Lebensgefährtin als Beifahrerin uns mit dem PKW begleitete und wir uns so keine Gedanken machen mussten wie wir unser Gepäck transportieren sollten. Das Wetter war erwartungsgemäß sehr gut und versprach viel Sonne und heiße Temperaturen. Nach dem eintreffen der anderen Mitfahrer ging es dann auf die Piste. Die Fahrt verlief recht gut. Der ein oder andere Tankstop bot Gelegenheit sich eine kleine Stärkung und ein Getränk zu gönnen. Das Ziel so nah vor den Augen ... da passierte etwas, was eigentlich keiner gebrauchen kann. Mein Motorrad lies sich plötzlich nicht mehr richtig fahren und wirkte völlig instabil. Anfangs hatte ich keine Erklärung dafür aber entschloss mich anzuhalten. Siehe da , es war ein platter Hinterreifen. Da kam natürlich Freude auf. Naja was solls, dachte ich mir.... 4km vor dem Ziel kann das mal passieren. Nach überprüfung und dem Versuch das Loch irgendwie zu flicken mit den verfügbaren Mitteln, blieb uns nichts anderes als erstmal zu kapitulieren. Ein riesengroßer Vorteil war, dass sich in unserer Truppe noch ein Transporter befand, der ein Motorrad transportierte. Also das Motorrad mit vereinten Kräften raus, meins rein und dann erstmal weiter zur Unterkunft. Trotz des an sich ärgerlichen Vorfalls beschloss ich, mir meine Laune nicht verderben zu lassen. So ging es eben erstmal zum Check-In und danach auf das Zimmer. Dort angekommen erstmal ausgepackt und kurz entspannt. Später ging es dann mal auf das Festgelände. Dort gab es Unmengen an Ständen mit Essen, viele Getränkestationen, quasi alles was das Herz begehrt war verfügbar. Bezahlt werden konnte nur mit einem Chip den man vorher mit Geld aufladen musste. Hat aber alles super funktioniert. Abends dann ging die Recherche los zwecks Werkstatt für den Reifen. Ich und ein paar andere haben ein paar Werkstätten heraus gesucht welche wir am nächsten Tag ansteuern wollten.

Freitag, der 19.6.26 .... aufwachen, feststellen das es kein Traum war mit dem Reifenplatzer. Also erstmal Frühstück. Ronald (aus der INDIAN-Gruppe die mit gefahren sind) bot sich freundlicher Weise an, sich mit mir und dem Fahrer des Transporters, auf die Suche nach einer passenden Werkstatt zu machen. Als erstes versuchten wir eine am Vorabend "gefundene" Werkstatt aufzusuchen. Diese war aber irgendwie gar nicht mehr so richtig in Betrieb. Wir befragten dann einen Passanten ob er vielleicht eine Idee hat wo uns geholfen werden könnte. Ja hatte er, 30km entfernt zeigte er uns auf dem Handy eine Werkstatt. Naja was blieb uns .... also ging es dort hin. Die Werkstatt konnte man gut finden, sah recht groß aus und somit auch sehr vielversprechend. Kurzer Hand den Chef gebeten sich unserem Problem anzunehmen. Tat er auch. Nach kurzer Begutachtung : KANN  ICH  REPARIEREN  ABER  RAD  MÜSST  IHR  SELBER  AUSBAUEN !  Na da hab ich erstmal dumm geschaut. Wie soll das funktionieren? Ronald fragt den Typ nach Werkzeug und der sagt glatt : IHR  KÖNNT  IN  DIE  HALLE  GEHEN,ALLES  BENUTZEN.  Das war natürlich ein Lottogewinn. Also ging es dran zu dritt das Motorrad aus dem Transporter zu hiefen (mit Rampe) und Ronald legte ungehemmt los und begann zu bauen was das Zeug hält. Dafür mein größter Respekt und Dank. Der Herr "Transporterfahrer" war auch so nett und hat für uns noch Wasser besorgt damit wir bei der Hitze nicht umfallen. Irgendwann war das Rad draussen und der Mitarbeiter der Werkstatt legte los. Wirkte zwar alles noch ein wenig altertümlich aber zumindest machte er einen fachkundigen Eindruck und schien zu wissen was er da tut.  Endlich wieder fertig montiert der Reifen übergab er uns das Rad mit den Worten "DAS HÄLT  EWIG". Also ging es nun wieder ans einbauen. Wieder hat Ronald alles gegeben so das wir recht zügig alles  wieder zusammengebaut hatten. Glücklicherweise hatten wir sogar einen Helm im Transporter, den ich nutzen durfte und somit brauchten wir das Motorrad nicht wieder in den Bus wuchten. Eigentlich hätte ich auch selber an einen Helm denken können... aber naja.  Nun ging es noch ans bezahlen.... festhallten !!!!! Sage und schreibe 23,00€ wollte der uns abknöpfen!!! Nein, das war schon ok. ganz im Gegenteil, wir dachten das selbst der Betrag noch zu wenig ist für all das was er uns ermöglicht hat. Er war ja quasi unsere Rettung und ohne seine Großzügigkeit hätten wir ja komplett dumm da gestanden. So haben wir die Rechnung auf 50,00€ aufgerundet und 20,00€ für den Monteur springen lassen. Glücklich und voller dank für die Hilfe und den Fleiß von Ronald ging es dann wieder Richtung Unterkunft. Dort angekommen ging es noch ein wenig über das Festivalgelände, bissel hier und da umgeschaut, was gefuttert und getrunken....später kam dann noch eine LIVE-Band auf die große Bühne ... also am Ende ein zufrieden verlaufener Tag mit einem angenehmen Ausklang. 

Samstag, der 20.6.26 ..... Heute ist die Teilnahme an der großen Ausfahrt geplant. 125 km am Stück ohne Pause und bla bla.... da heist es durchziehen. Wetter versprach wieder top zu werden. Also erstmal in Ruhe gefrühstückt , allmählich vorbereitet und dann zum Treffpunkt. Abfahrt sollte 11.30 Uhr sein. So allmählich wurden es auch immer mehr Motorräder, am Ende sprach man wohl von ca. 1500 Teilnehmern. Am Abend war dann die Verlosung der INDIAN als Hauptgewinn. Leider hatte von uns keiner Glück.  Wir haben uns dann ein gemütliches Plätzchen gesucht und in Ruhe noch was gefuttert und getrunken. 

Sonntag, 21.06.26 ... heute stand unsere Abreise an. 9.30 Uhr war Abfahrt.... Wetter war soweit in Ordnung. Abgesehen von ein paar "Ausläufern" die uns ein wenig Nässe beschert haben. Die Heimreise gestaltete sich recht entspannt... unterwegs kehrten wir noch in einem Restaurant ein und haben was gefuttert. So allmählich meldete sich dann auch wieder mein Hintern und ich war froh das wir dann so gegen 19.00 Uhr wieder daheim waren. 

FAZIT: Tolles Event, gutes Essen, viel Glück im Unglück, tolle Ausfahrt, insgesamt ca. 1200 km gefahren .....  



Hier noch bissel was verrücktes...